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Nicht vergessen!

Freitag, 01.08.2014 bis Sonntag, 31.05.2015

Ein Gedenk- und Kulturprojekt der Rochuskirche

Im Nachhinein ist man immer schlauer - stimmt das wirklich?!

Die Menschen im Sommer 1914 wussten nicht, was für eine ungeheure gesamtgesellschaftliche Umwälzung ihnen bevorstand. Der Krieg war (und ist) nicht nur das, was auf dem Schlachtfeld geschieht.

Aus dem Gedenken historischer Wendepunkte der lokalen und weltpolitischen Geschichte heraus, versucht das Projekt "Nicht vergessen!" der Rochuskirche in 9 unterschiedlichen Modulen vom 1.8. 2014 bis zum 31.5. 2015 wichtige Themen zu beleuchten und Fragen der Verantwortung auch für die Zukunft zu beschreiben.

Den Auftakt macht am 1.8.2014 die Kulturnacht zum Ausbruch des 1. Weltkrieges

Wilfried Kaets

Albatros C-XII

Die Lebenserwartung eines Soldaten, der im Sommer 1916 zum Kriegsdienst an die Front abkommandiert wurde, betrug 14 Tage. Die unzählbaren Soldatengräber in Belgien und Frankreich geben davon ein Zeugnis. Und die ersten Flugzeuge mit ihrer tödlichen Fracht zur Bombardierung der Stadt Lüttich starteten vom Butzweilerhof.

Es ist und bleibt unvorstellbar.

Und dennoch ist es unsere Aufgabe, es uns vorzustellen,  - auch wenn es letztlich unfassbar ist und   unserer Vorstellungskraft übersteigt, - es uns vorzustellen, damit wir erinnern können.

Wenn wir den hundertsten Jahrestag des Beginns des 1. Weltkrieges und anderer Ereignisse der Geschichte Erinnern, dann können wir es nur tun, wenn wir das Heute miteinbeziehen, sonst blieben es reine Gedenktrage.

Aus der Aufgabe des Erinnerns erwächst der Auftrag des Versöhnens. Das ist gegen Krieg und Streit Arbeit für den Frieden. Ein Auftrag, den uns Jesus gegeben hat. Selig, die Friedensstifter, denn sie werden Kinder Gottes heißen (vgl. Mt, 59). Nicht vergessen!

Klaus Kugler, Pfarrer

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